Kinderarbeit

Millionen von Kinder arbeiten regelmäßig viele Stunden am Tag unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Vor allem in den Entwicklungsländern müssen die Kinder arbeiten, damit sie und ihre Familie mit dem verdienten Geld überleben können. Dabei ist es unwichtig, ob es sich um kleinere Jobs handelt oder um so schwere Tätigkeiten, dass die Kinder häufig körperliche Schäden davontragen und ihre Gesundheit leidet. Einige Kinder müssen arbeiten, um die Schulden ihrer Eltern abzubezahlen. Besonders in Südostasien leihen sich Eltern vom Arbeitgeber Geld zu Wucherzinsen, das sie aufgrund von Hungerlöhnen nicht zurückzahlen können. Die Schulden werden an ihre Kinder weitergegeben, wodurch alle Familienmitglieder zu Sklaven des Unternehmens werden. Kinderarbeit in Afrika ist vor allem auf Bürgerkriege und Aids-Epidemien zurückzuführen, bei welchen die Kinder ihre Eltern verlieren und sich alleine als Waisen durchschlagen müssen.

Hilfsprojekte der SOS-Kinderdörfer gegen die negativen Auswirkungen von Kinderarbeit

Damit betroffenen Kindern und ihren Familien geholfen wird, reicht es nicht, einfach Kinderarbeit per se zu verbieten. Die Familien sind auf den Verdienst angewiesen, um überleben zu können. Wenn sich die Familien nicht mehr ernähren können, zerbrechen sie oft aus Verzweiflung. Die Kinder können dann alleine auf den Straßen landen, wo ihnen ein noch härteres Leben bevorsteht. Es müssen im Kampf gegen die negativen Auswirkungen der Kinderarbeit andere Lösungen realisiert werden, damit die Kinder nicht zu Straßenkindern werden. Zum Beispiel gibt es Hilfsprojekte, die sich gegen ausbeuterische und gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen einsetzen. Andere Hilfsprojekte der SOS-Kinderdörfer setzen sich für höhere Löhne der Eltern ein. Wenn die Eltern finanziell die Familie absichern können, sind sie nicht mehr auf die Arbeit der Kinder angewiesen. Da mangelnde Schul- und Berufsausbildung häufig Ursache für Kinderarbeit ist, müssen die Kinder die Möglichkeit haben, entweder nicht arbeiten zu müssen und zur Schule gehen zu können oder nur so wenig zu arbeiten, dass die Schulausbildung nicht belastet wird. So ist es ihnen möglich, sich auf eine bessere Zukunft vorzubereiten. Mit dem Ziel, gegen Kinderarbeit vorzugehen, bietet die Kinderhilfsorganisation SOS-Kinderdörfer Bildungsangebote für Eltern an. Dadurch sollen diese befähigt werden, ausreichend Einkommen für die Versorgung ihrer Kinder zu erwirtschaften. Darüber hinaus werden die Kosten für den Schulbesuch von Kindern aus armen Familien übernommen, um ihnen die Chance auf eine selbstbestimmte Zukunft zu ermöglichen.

Rund 80.000 Kinder und Jugendliche profitieren von über 500 SOS-Kinderdörfern und rund 1.000 Zusatzeinrichtungen wie Schulen, Kindergärten und Berufsausbildungszentren, die die Betroffenen auf ein selbstständiges Leben mit Zukunftsperspektive vorbereitet. In zahlreichen SOS-Zentren vor Ort begleiten die SOS-Kinderdörfer die Familien mit ihren Kindern, um ihnen verbesserte Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Unterstützen Sie das Engagement von SOS-Kinderdorf gegen Kinderarbeit. Mit einer Kindpatenschaft oder Dorfpatenschaft helfen Sie dabei, Kindern in Not bessere Lebensbedingungen und Zukunftschancen zu geben.

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