SOS-Pate werden und Kinderrechte schützen

Kinderrechte sind wichtig! Zum Beispiel das Recht auf ein sicheres Zuhause, auf Bildung und auf Mitsprache. Die SOS-Kinderdörfer arbeiten im Sinne der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Mit der finanziellen Unterstützung durch die SOS-Paten setzen wir uns auch für die Einhaltung der Kinderrechte ein, z.B. mit unserem Einsatz gegen Kinderarbeit.

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SOS kämpft für Kinderrechte

Fast alle Staaten der Welt haben heute die 1989 ins Leben gerufene Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen unterzeichnet, darunter auch Deutschland. Die UN-Kinderrechtskonvention mit ihren 54 Artikeln garantiert jedem Kind weltweit Schutz, Förderung und Beteiligung. Damit soll sichergestellt werden, dass Kinder sicher aufwachsen, sich entwickeln und aktiv an der Gesellschaft teilhaben können. Erschütternd ist jedoch die Realität, denn die Rechte der Kinder werden vielfach noch immer missachtet. Allein gelassen und vernachlässigt, kämpfen Millionen Kinder bereits im jungen Alter ums Überleben, leiden unter Kinderarbeit, fristen ihr Dasein auf der Straße, unterernährt, krank und der Gewalt ausgesetzt.

Das Kind steht im Zentrum der Arbeit derSOS-Kinderdörfer, die darauf basiert, folgende Richtlinien durchzusetzen: Kinderschutz, Recht des Kindes auf Familie, Bildung, Gesundheitsvorsorge und Freizeit. Diese Lebensbedingungen müssen geschaffen werden, damit ein Kind sich bestmöglich entwickeln und seine Zukunftschance wahrnehmen kann. Es soll unabhängig von seiner Herkunft als vollständiges Mitglied der Gesellschaft geachtet und respektiert werden.

SOS-Engagement für Kinderrechte

Bei der Aufnahme von Kindern in eines der SOS-Betreuungsprogramme sowie bei allen weiteren Schritten steht das Wohl des Kindes an erster Stelle (§ 3 der UN-Kinderrechtskonvention). Unser Fokus liegt auf Kindern, die Gefahr laufen, ihre elterliche Betreuung zu verlieren oder diese bereits verloren haben. Wenn Kinder keine Fürsorge mehr von ihren Eltern bekommen, setzt sich SOS für eine pädagogisch wertvolle Erziehung in einem unserer Kinderdörfer ein. Doch der erste Schritt unserer Hilfsmaßnahmen gilt der Stärkung gefährdeter Familien im Umkreis der SOS-Kinderdörfer – denn ein Kind von seiner Familie zu trennen, kann nur der letzte Schritt sein. Ein Kind, mit noch lebenden Eltern wird erst dann in ein SOS-Kinderdorf aufgenommen, wenn alle Bemühungen erfolglos waren oder nicht im Sinne des Kindeswohls stehen. Kinder müssen ihre Rechte kennen. SOS-Einrichtungen informieren sie altersgerecht darüber. In Rollenspielen üben die Mädchen und Jungen, sich für ihre Rechte einzusetzen. Die Aufklärungsarbeit schließt die Eltern mit ein. Eine junge Frau aus Indien, die einen SOS-Kurs über Kinderrechte und Gleichberechtigung besucht hat, meint: „Wir haben bisher nur unseren Sohn zur Schule geschickt. Doch mir ist klar geworden, dass unsere Tochter genauso das Recht hat, eine Ausbildung zu machen und ihr Leben selbst zu gestalten. Mit Unterstützung der SOS-Familienhilfe möchten wir nun beiden Kindern den Schulbesuch ermöglichen.“

Kinderarbeit aufgrund von Armut, früher Heirat und Schwangerschaft sind in vielen Kulturen Gründe für den frühzeitigen Schulabbruch oder die Nichteinschulung. Mädchen müssen im Haushalt helfen und durch Hilfsarbeiten zum Einkommen beitragen. Immer noch sind die Einschulungsraten bei Mädchen weitaus geringer als bei Jungen. SOS versucht mit gezielten Kampagnen einen gleichberechtigten Zugang für Mädchen und Jungen zu unseren Bildungseinrichtungen zu gewährleisten.

Eine Mutter lernt Kinderrechte kennen

Bibiana* (Alle Namen geändert), alleinerziehende Mutter von Zwillingen und einer Tochter war verzweifelt. Wie sollte ihr Leben weitergehen, wie sollte sie die Familie allein ernähren mit ihren Aushilfsjobs? Sie wandte sich an das SOS-Sozialzentrum Ipiales in Kolumbien. Dort wurden ihre Söhne Raul* und Andrés* in der Vorschulgruppe aufgenommen, sowie Tochter Anna* der Schulbesuch ermöglicht. Während ihre Kinder nun sicher im Sozialzentrum betreut wurden, konnte Bibiana eine Ausbildung zur Tagesmutter machen. Heute ist sie eine von 30 Tagesmüttern im Sozialzentrum. „Es ist wie ein Traum hier zu arbeiten“, sagt sie. „Ich liebe es für die Kinder zu sorgen. Auch das Verhältnis zu meinen eigenen Kindern hat sich positiv gewandelt. Ich habe viel gelernt, unter anderem auch die Rechte der Kinder zu respektieren und sie ihnen zu vermitteln. So kam eines Tages ein kleiner Junge auf mich zu und sagte, er sei noch nicht geimpft worden. Nicht was er sagte, sondern wie er es sagte, brachte mich zum Schmunzeln und machte mich stolz: ‚Wir Kinder haben das Recht im Gesundheitszentrum eine Schutzimpfung zu erhalten.‘ In diesem Moment wusste ich wie sinnvoll die Arbeit bei SOS für die Kinder und auch mich ist.“

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