SOS-Pate werden und Kindersoldaten in Krisengebieten helfen

Unzählige Kinder in afrikanischen Krisengebieten leiden Not und verlieren Familie und Zuhause. Viele von ihnen werden als Kindersoldaten missbraucht. Zum Beispiel im Sudan – mehr zum Thema in unserer Pressemitteilung “Kinder im Kreuzfeuer der Rebellen”.

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Kindersoldaten – für das nackte Überleben geben sie ihre Seelen, ihre Körper und ihren freien Willen.

Meist werden sie aus purer Not zu Kindersoldaten. Die meisten kommen aus extrem armen Familien, viele wachsen ohne Vater auf. In den Kampftruppen erhoffen sie sich zumindest zu essen und etwas Schutz oder sie werden mit Gewalt gezwungen sich anzuschließen.

Seit dem 12. Februar 2002 ist ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention in Kraft, das die Rekrutierung von unter 18-Jährigen verbietet. Kindersoldaten dürfen somit nicht mehr in bewaffneten Konflikten eingesetzt werden. Leider hat sich die Zahl der Kindersoldaten seither kaum verringert. Immer noch werden etwa 250.000 Kinder in Kriegen von Erwachsenen ausgenutzt. Der UN-Sicherheitsrat veröffentlichte im April 2011 eine Liste von 15 Ländern, in denen über 60 bewaffnete Gruppen oder Regierungstruppen Kinder und Jugendliche als Soldaten missbrauchen. Rekrutierungen von Kindern unter massiver körperlicher und seelischer Gewaltanwendung sind hier an der Tagesordnung. Weil sie klein und flink sind, können sie oftmals unbeachtet agieren, werden für Spionage, für Kurierdienste und als Attentäter eingesetzt. Sie dienen als „Kanonenfutter“ auf Kriegsschauplätzen, an denen vorwiegend mit Kleinwaffen und ohne jegliche Militärausbildung gemetzelt wird. Sie werden häufig zum Verlegen oder Entschärfen von Landminen eingesetzt. Mädchen werden zwangsprostituiert oder zur Heirat mit älteren Soldaten gezwungen.

 

SOS-Kinderdörfer stellen sich in den Dienst der Kinder

Im März 2004 starteten die SOS-Kinderdörfer im Sudan als weltweit erste Organisation ein Reintegrationsprogramm für Kindersoldaten. Die Position von SOS-Kinderdorf in Krisen- und Konfliktsituationen bleibt immer im Rahmen eines politisch neutralen Engagements. Das wesentlichste Ziel der sozialen Intervention der SOS-Kinderdörfer ist es, Kinder vor jedweder Involvierung in Kriege zu schützen und ihnen, jede mögliche Hilfe zukommen zu lassen, die sie aus gewalttätigen Konflikten rettet. Die SOS-Kinderdörfer stellen sich in den Dienst der Kinder, indem sie für sie ein Umfeld schaffen, wo sie sein können, was sie sind: Kinder.

Aufgrund ihrer langjährigen Präsenz vor Ort waren die Mitarbeiter der SOS-Kinderdörfer bestens mit den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten im Süden des Sudan vertraut und konnten deshalb auf schnelle und unbürokratische Weise ein Nothilfeprogramm zur Unterstützung von Kindersoldaten ins Leben rufen. Die ersten 300 Kinder, die im Frühjahr 2004 in das Reintegrationsprogramm aufgenommen wurden, erhielten zunächst einmal Nahrung und Kleidung. Anschließend folgte die medizinische Versorgung, psychologische Betreuung und Einbindung in kindgerechte Freizeitaktivitäten. Die meisten Kinder hatten keinen offiziellen Identitätsnachweis, keine Geburtsurkunde und keinen Pass. Somit waren sie nicht als Bürger registriert. Sie konnten keine Schulen besuchen und waren im staatlichen Gesundheitssystem nicht erfasst. Die SOS-Kinderdörfer kümmerten sich darum, dass die Kinder ihre Dokumente erhielten, damit sie Zugang und Unterstützung von staatlichen Einrichtungen bekamen.

 

James hat es dank Ihrer Hilfe geschafft

Als James, ein ehemaliger Kindersoldat, 2005 ins Reintegrationsprogramm aufgenommen wurde, war er völlig verzweifelt. Er wusste nicht, wo sich seine Familie befand, und fürchtete, seine Eltern könnten entweder tot oder zumindest schwer krank sein. Ohne Schulabschluss, chancenlos im Leben, voller Hoffnungslosigkeit. Während viele Kindersoldaten mit Aggressivität auf das Erlebte reagieren, vegetierte James dahin. „Ich bin verloren“, waren lange Zeit seine einzigen Worte, die er ständig wiederholte. Erst langsam erkannte er, dass sein Leben doch noch Sinn macht. Er begann wieder zur Schule zu gehen, und holte seinen Schulabschluss nach. In dieser Zeit machte sich SOS auf die Suche nach James‘ Familie. Man fand sie schließlich in einem Dorf nahe Malakal. Das Wiedersehen mit seinen Eltern bezeichnet James als den schönsten Tag seines Lebens. Heute arbeitet er als Hilfslehrer an einer Grundschule und war zudem ehrenamtlich für das Reintegrationsprogramm aktiv. James kümmerte sich rührend um die Kindersoldaten, die ihn akzeptierten, weil er wirklich weiß, was sie durchmachen mussten.

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