SOS-Pate werden und Waisenkinder unterstützen

Weltweit gibt es viele Millionen Waisenkinder. Sie bedürfen eines besonderen Schutzes und einer besonderen Fürsorge. Zum Beispiel um zu verhindern, dass sie wie unzählige andere als Straßenkinder leben müssen.

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Schenken Sie Waisenkindern eine Kindheit

Werden Sie jetzt SOS-Pate und helfen Sie mit, Waisenkindern ein Zuhause zu geben

 

Für Waisenkinder eine neue Familie sein

Weltweit haben geschätzte 145 Millionen Kinder einen oder beide Elternteile verloren. Die Gründe dafür sind Krieg, Naturkatastrophen, Krankheit oder Armut. Viele von ihnen müssen als Straßenkinder ums Überleben kämpfen.

Seit 1949 schenken die SOS-Kinderdörfer verwaisten und verlassenen Kindern ein Zuhause in einem familiären Umfeld. Über 78.000 Kinder werden von SOS-Müttern in über 530 SOS-Kinderdörfern in 133 Ländern auf der ganzen Welt umsorgt. Eine weitere Million von Kindern profitiert von den zusätzlichen Angeboten von SOS, wie z.B. von der Familienhilfe. Dabei werden arme Familien unterstützt, damit sie nicht auseinander brechen und sich langfristig selbst erhalten können. So ist gesichert, dass Kinder nicht alleine gelassen werden und weiterhin in ihrer Familie aufwachsen können.

Länder des südlichen Afrika sind hinsichtlich der Zahl der Vollwaisen im internationalen Vergleich einsame Spitzenreiter. Hauptgrund für diesen traurigen Negativrekord: HIV/AIDS. Nach Schätzungen gibt es weltweit 15 Millionen AIDS-Waisen, wobei neun von zehn im Afrika südlich der Sahara leben. AIDS-Waisen sind im Laufe der Jahre zum Fokus der SOS-Arbeit in Afrika geworden. Die Immunschwächekrankheit ist der Hauptgrund, warum Kinder als Waisen aufwachsen müssen. In vielen Fällen ist die SOS-Familienhilfe die beste Möglichkeit, hunderttausenden Kindern in betroffenen Familien zu helfen.

SOS hilft Waisenkindern weltweit

In Ländern anderer Kontinente sind die Gründe vielfältiger. Dennoch ist in der Mehrheit aller Fälle mittelbar oder unmittelbar Armut der ausschlaggebende Faktor dafür dass Kinder die Fürsorge ihrer Eltern verlieren. Die “klassischen” Gründe, warum Eltern nicht für ihre Kinder sorgen können, sind innerfamiliäre Konflikte und Scheidung, Drogen- oder Alkoholsucht, Krankheit, Gewalt und Missbrauch, Gesetzeskonflikte, Unfälle, Arbeitslosigkeit. Dazu kommen noch Naturkatastrophen, die Kinder zu Waisen machen. Auffallend oft trifft es genau jene Bevölkerungskreise, die bereits am unteren Ende der gesellschaftlichen Skala ums Überleben kämpfen müssen. Genauso war es 2010 beim verheerenden Erdbeben in Haiti. Mehr als 230.000 Menschen starben und Tausende von haitianischen Kindern wurden zu Waisen oder von ihren Eltern verlassen. Schon vor der Naturkatastrophe gab es dort geschätzte 440.000 Waisenkinder.

Rund drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben nimmt die Zahl der verlassenen Kinder stetig zu, obwohl sich die Lage vor Ort deutlich verbessert hat. Die Bedingungen in den Waisenhäusern sind teilweise katastrophal und Kinder, die bei fremden Familien leben, werden dafür praktisch versklavt – sogenannte „Restavek“-Kinder. Darum haben die SOS-Kinderdörfer 2012 an die Bundesregierung, die EU und die UN appelliert, in den Bemühungen um Verbesserungen der Lage in Haiti nicht nachzulassen. Die SOS-Kinderdörfer haben in den ersten zwölf Monaten nach dem Beben täglich zehntausende Kinder und Erwachsene mit Essen versorgt und medizinisch betreut. Hunderte unbegleitete Kinder wurden in den Kinderdörfern temporär aufgenommen. Heute leben noch immer 130 zusätzliche Kinder im SOS-Kinderdorf in Santo. SOS plant außerdem zwei neue Kinderdörfer in Santo und Les Cayes.

Ein neues Zuhause bedeutet eine neue Chance

Das lebensgefährliche Leben auf der Straße ist die letzte Station eines Kindes, das nicht in seiner Herkunftsfamilie leben kann. Im Südsudan gibt es beispielsweise aufgrund des jahrzehntelangen Bürgerkrieges, der extremen Armut und HIV/AIDS unzählige Straßenkinder. Offizielle Zahlen gibt es nicht, aber man schätzt, dass es im Sudan und Südsudan zusammen 2 Millionen Waisenkinder gibt. Der Sudan hat kürzlich angekündigt, hunderttausende Bürgerkriegsflüchtlinge, die in den Norden geflohen sind, in den seit 2011 unabhängigen Südsudan zurückzuschicken. Die unbegleiteten Kinder kommen alle in notdürftige Auffanglager. Die SOS-Kinderdörfer wollen diese Einrichtungen sanieren und kindgerecht gestalten, damit die Kinder nicht wieder auf der Straße landen. Außerdem wird SOS temporäre Nothilfe-Zentren in Juba und Malakal errichten. In Folge wird versucht die Eltern wiederzufinden und zu klären oder geklärt, für welche Kinder ein neues Zuhause gefunden werden muss, z.B. im SOS-Kinderdorf Malakal.

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